Überraschung in Racha Yai Bungalow Bay
Freitag, November 14th, 2008Man ist doch immer mal wieder überrascht was oder wem man so unter Wasser begegnen kann. Letzten Mittwoch wurde aus wettertechnischen Gründen Bungalow Bay in Racha Yai angefahren. Manchmal hört man die erfahrenden Taucher nur wenig begeistert wenn Bungalow Bay auf dem Plan steht, doch mit solchen Äusserungen sollte man vorsichtig sein.
Maritta tauchte mit ihren Gästen ganz normal am Riff entlang und sah auf einmal ganz erschrocken einen richtig grossen Napoleon-Lippfisch (Humphead wrasse / Maori wrasse / Napoleon oder auch Napoleonfish). Mit einer Grösse von ca. 1-1.20 Meter war er schon sehr imposant anzusehen. Er kam bis auf ungefähr 6 Meter an unsere Taucher heran und fühlte sich sichtlich wohl und nicht im Geringsten gestört. Ganz ruhig und zahm guckte er sich unsere Taucher an und zog dann ganz langsam weiter.
Generell ist der Napoleon-Lippfisch ist ein tendenzieller Einzelgänger, tagaktiv und ortsgebunden. Er schläft nachts zwischen den Korallen. Er ernährt sich von Fischen, Weich- und Krebstieren und ist einer der wenigen Raubfische, die ebenfalls giftige Arten verzehren können. Napoleons können bis zu 2 Meter gross und bis zu 30 Jahren alt werden. Nach 5-7 Jahren erreichen sie Geschlechtsreife. Im Laufe der Jahre ändert sich ihr Geschlecht von Weibchen zu Männchen.
Napoleon-Lippfische stehen auf der roten Liste der IUCN (Weltnaturschutzunion) und die Gesamtpopulation wird als angegriffen und gefährdet, bezeichnet. Der Fisch wird vor allem in Hong Kong und Singapur als potenzsteigernde Delikatesse gehandelt. Das ist schlimm und unverständlich für die Meisten von uns, doch es gibt noch eine andere grosse Gefahr für diese Tiere, worauf Sea Bees unsere Gäste noch einmal hinweisen möchte. Viele dieser Tiere verenden auch dadurch, dass sie von Touristen mit Bananen gefüttert werden. Da sie diese nicht vertragen, sterben die Tiere dann meist nach dem Verzehr!
Maritta taucht in Phuket seit 1973 und hat bis auf einen kleinen Napoleon, der zwei- dreimal an Lucys Riff aufgetaucht ist, noch nie Begegnung mit ihnen in der Nähe von Phuket gemacht. Zum Glück kamen Taucher von ‘Deep Blue’ in diesem Moment auch vorbei und haben ihn selbst gesehen, sonst wäre diese Geschichte wieder von anderen Tauchern als ’schwer glaubbar’ betrachtet worden. ![]()
Da sieht man mal wieder, jeder Tauchgang ist anders, kein Tauchplatz ist langweilig und man weiss nie was als nächstes passieren wird.








































