Assistenz-Tauchlehrer Nr. 3: Dominik bei Sea Bees Diving in Phuket
Sawatdee krap ihr Blog-Leser!
Ich bin einer der drei neuen Tauchlehrer-Assistenten und möchte mich nun auch noch in dieser Form vorstellen. Mein Name ist Dominik Heß, ich bin 26 Jahre alt und komme aus der Gegend von Karlsruhe. Ich kam als erster von uns drei Assis bei Sea-Bees an und bin inzwischen schon 3 Monate hier. Von mir wurde auch schon das Eine oder Andere im Blog berichtet, insbesondere von einem sehr großen Einschnitt in meinem Leben bei dem ich jede Menge “Federn“ lassen musste.
Denn als ich hier ankam sah ich noch ganz anders aus, ich hatte lange blonde Dreadlocks die ich über 5 Jahre liebevoll gepflegt hatte und die mir viel bedeuteten, da sie für mich nicht nur verfilzte Haare waren, sondern eine Lebenseinstellung widerspiegelten. Eigentlich wollte ich mich noch lange nicht von ihnen trennen, aber nach ein paar Wochen in Thailand wurde mir schnell klar, dass sie wohl oder übel weg müssen. Beim Tauchen waren sie furchtbar lästig, wegen der hohen Luftfeuchtigkeit wurden sie nicht mehr trocken und kaputt gingen sie dadurch auch immer mehr. So traf ich schweren Herzens, jedoch zur großen Freude meiner Kollegen die Entscheidung mich von ihnen zu trennen. Vor einem unserer Staffessen war’s dann soweit, alle waren da und jeder durfte mal ein Stückchen von mir abschneiden. Leicht war’s nicht für mich, aber es ist dennoch eine große Erleichterung und für den neuen Lebensabschnitt, den ich hier begonnen habe, war’s das allemal wert.
Das Tauchen begleitet mich schon mein ganzes Leben, da auch mein Vater taucht und ich von klein auf immer mit meinen Eltern und befreundeten Familien aus meinem Tauchverein zum Tauchurlaub nach Italien oder Spanien gefahren bin. Anfangs saß ich natürlich nur als kleiner Bub am Strand und hab gesandelt oder bin mit Mama und meinen Schwimmärmchen zum Planschen ins Meer, aber bald hab ich zusammen mit dem Schwimmen das Schnorcheln gelernt und als ich 15 war dann endlich meinen eigenen CMAS* Tauchschein in einem heimischen Baggersee gemacht. Seither war ich zum Tauchen einige Male in Ägypten, Teneriffa, Mauritius und Neuseeland. In Neuseeland verbrachte ich 3 Monate, nachdem es mich nach Abitur und Zivildienst zum ersten mal in die Ferne zog. Dort hatte ich mir meinen eigenen Kleinbus gekauft mit dem ich auf eigene Faust die beiden wundervollen Inseln erkundete und unter anderem auch verschiedene Tauchgebiete ansteuerte. Zum Einen die Bay of Islands wo das Wrack der Rainbow Warrior liegt und die Poor Knight Islands die Jaques Cousteau zu seinen Top 10 zählte und wo auch ich einen meiner bisher eindrucksvollsten Tauchgänge in einem Canyon mit riesigen freischwimmenden Stachelrochen machte.
Nach Neuseeland holte mich in Deutschland wieder der Alltag ein. Ich habe mit wenig Begeisterung eine Ausbildung zum IT-Systemelektroniker bei der Deutschen Telekom AG gemacht, wo ich dann auch hinterher aus verschiedenen Gründen nicht bleiben wollte. Anschließend fand ich einen sehr gut bezahlten Job bei der Daimler AG, wo ich im 3-Schichtbetrieb Teile für große LKW-Getriebe fertigte und montierte. Die Arbeit dort war jedoch sehr hart und daher – und erst recht nach einem weiteren Ägyptenurlaub – wurde das Fernweh und der Wunsch den lang gehegten Traum, bei einer Tauchbasis zu arbeiten, zu erfüllen wieder groß! Kurz darauf stand ich in einem Zeitschriftengeschäft vor einer Sonderausgabe von UNTERWASSER in der die 100 besten Tauchbasen der Welt aufgeführt waren. Das nächste Fernziel war sowieso schon klar und die Adresse von Sea-Bees schnell gefunden. Ich habe mich also beworben und nach einigen E-Mails gab’s die Zusage von Holger für Oktober 2008. Allerdings war das im Dezember 2007 und ich musste noch 8 lange Monate warten und bei Daimler schufften bis es dann endlich soweit war.
Jetzt bin ich hier und die Arbeit gefällt mir sehr gut. Ich habe bereits viel dazugelernt und sehr viele tolle Tauchgänge gemacht. Die Highlights für mich waren bisher 3 freischwimmende Leopardenhaie am Anemonenriff, ein perfekter Erkundungstauchgang mit allen neuen Staffmitgliedern am Shark Point, der Overnight-Trip nach Hin Daeng und Hin Muang und vor allem meine erste Begegnung mit 3 Mantas am Plateau, auf die ich leider etwas länger warten musste als einige andere.
Jetzt fehlt nur noch der Walhai! Ich hoffe der kommt auch bald und wer weiss, vielleicht sehen wir ihn ja sogar zusammen! Also drückt schon mal die Daumen!
Greez!
Dominik







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Ihn nach seinem Anruf auch noch zu sehen und seine Vorstellung zu lesen
hat uns sehr gefallen. Es war ja allerdings nichts Neues für uns. Wir wünschen ihm und seinen Kollegen frohe Feiertage mit viel Kundschaft
und vorallem ein erfolgreiches Neues Jahr 2009.K`he, den 25.12.08
G.+A.Heß