Die Tage des Buddhas – der lila Samstag mit Kobra

Damit sind wir schon bei dem siebten Buddha der Woche und dem vorletzten unserer Serie über die verschiedenen Wochentage im Buddhismus: Buddhafiguren in verschiedenen Positionen, was die einzelnen Positionen bedeuten und welcher der ‘eigene’ Buddha ist?

Hier nochmal eine kurze Zusammenfassung: Im Buddhismus glaubt man, dass bestimmte Ereignisse in Buddhas Leben an gewissen Tagen geschehen sind. Das jeweilige Abbild symbolisiert dieses Ereignis und bezieht sich auf den jeweiligen Tag des Geschehens. Da es 8 Buddhafiguren, aber nur 7 Wochentage gibt, hat jeder Tag einen bestimmtes Image und für den Mittwoch gibt es sogar zwei. Viele Leute sehen den Buddha ihres Geburtstages, als den ihren an. Ausserdem steht für jeden Tag in Thailand eine bestimmte Farbe und wie in allen anderen Kulturen auch ein Planet.

Hier könnt ihr über den gelben Montag und den Buddha, der Elend und Misere verhindert, den rosa Dienstag und den Buddha, der Kraft und Stärke gibt, den grünen Mittwoch, der gleich zweifach Erfolg bringt, den orangenen Donnerstag, den Tag der Meditation und dem blauen, in Gedanken vertieften Freitag nochmal nachlesen.

Der Samstag ist ein lila Tag, der von Saturn beherrscht wird. Der Samstag Buddha sitzt in der Meditations-Haltung. Über ihm spreizt Mucalinda, der König der Nagas (Schlangenwesen) seine Haube, um ihn vor dem Regen zu schützen.

Hier ist der Samstag Buddha, in meditierender Haltung und unter Mucalinda’s Schutz und seine Geschichte:

Buddha für alle, die samstags geboren sind

Buddha für alle, die samstags geboren sind

Es gibt zwei Versionen von Buddha und der Kobra. Die Eine ist wie hier abgebildet und auch die Bekanntere: Buddha sitzt auf dem aufgerollten Körper der Cobra. Bei der Anderen ist Buddhas Körper umschlingt bis zu den Schultern von der Giftnatter um ihn vor Wind und Wetter zu schützen.

Die Geschichte sagt, nach sieben Tagen Meditation unter einem Baum kam ein Kobra zu Buddha. Er umzirkelte Buddhas Körper und spreizte sein Nackenschild über ihm aus, um ihn vor Wind und Regen zu schützen. Der Legende nach wurde Buddhas ganzer Körper – ausser Kopf, Hals und Schultern – von der Schlange vier- bis fünfmal (manche sagen auch siebenmal) eingewickelt und damit vor dem Unwetter beschützt. Wie der Regen aufhörte (sieben Tage später) wickelte sich die Kobra von Buddha ab, verwandelte sich vor seien Augen in den jungen Mucalinda, der König der Schlangenwesen, und verbeugte sich tief vor Buddha.

Daraufhin verkündete Buddha, dass die Person die den Sinn des Lebens versteht, Selbstbeherrschung besitzt, frei von Leidenschaft ist und nichtgebunden an Dasein, der Glücklichste aller Kreaturen sein wird. (wörtlich übersetzt)

admin posted at 2008-11-3 Category: Deutsch, Wertvolle Tipps

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